OASE.inklusiv

INKLUSIV - GEMEINSCHAFTLICH - LEISTBAR

Die OASE.inklusiv ist eine Baugruppe, die bis Mitte 2020 in der Donaustadt entsteht. Unsere Idee baut auf drei Fundamenten auf: INKLUSIV – GEMEINSCHAFTLICH – LEISTBAR

  • inklusiv - durch Einbinden von Flüchtlingsfamilien von Anfang an
  • inklusiv - durch das Einbinden aller Generationen
  • inklusiv - durch Zusammenarbeit mit professionellen Kooperationspartnern
  • gemeinschaftlich - durch das Teilen von gemeinschaftlich genutzten Räumen und Infrastruktur
  • gemeinschaftlich - durch partizipative Planung von Beginn an
  • gemeinschaftlich - durch die Einbindung der Nachbarn in die Projektentwicklung

  • leistbar - durch partizipative Standardisierung der Wohneinheiten statt Individualisierung
  • leistbar - durch Miete und Selbstverwaltung statt Kauf
  • leistbar - durch das zur Verfügung stellen leistbarer Flächen für Initiativen und Experimente

Lage & Infrastruktur

Unser Bauplatz befindet sich in der Adelheid-Popp-Gasse in Wien 22, zwischen den beiden S-Bahn Stationen Erzherzog-Karl-Straße und Hirschstetten. Mit dem Fahrrad ist man in sechs Minuten bei der U2 Aspernstraße, vor unserer Tür hält der 95A, der zwischen Aspern Nord und der Erzherzog-Karl-Straße fährt. Bei den Naherholungsgebieten Mühlwasser und der Alten Donau ist man in 10 Minuten.

gemeinschaftlich - durch die Einbindung der Nachbarn in die Projektentwicklung
Wir wollen als Baugruppe OASE.inklusiv zur Belebung m benachbarten Quartier beitragen. Als Gemeinschaft und selbstorganisierte Gruppe wollen wir Menschen aus der Nachbarschaft in unsere Aktivitäten mit einbeziehen, Raum für Austausch bieten und aufeinander Rücksicht nehmen. Dazu sind wir bereits in einen Dialog mit den angrenzenden Bewohnern und Bewohnerinnen getreten.

ARCHITEKTUR

Insgesamt sollen etwa 70-80 Wohneinheiten entstehen und durch die Baugruppe mitgeplant werden. Zum Vergleich: das entspricht in etwa der Größe der Sargfabrik in Wien Penzing.

gemeinschaftlich - durch das Teilen von gemeinschaftlich genutzten Räumen und Infrastruktur
Die quartiers.OASE wird der zentrale gemeinschaftliche Raum im Haus werden. Sie ist unsere aktive und kommunikative Mitte. Zugleich soll sie offen und einladend sein und Begegnungsraum und Treffpunkt für die Bewohner der OASE.inklusiv und der Nachbarschaft werden. Langfristig soll die quartiers.OASE Heimat für einen Kulturverein werden, der die Organisation und den Betrieb der quartiers.OASE trägt. Für unsere Gruppe soll es im Haus neben aktiven Räumen aber auch die Möglichkeit für Rückzug und Ruhe geben.

Partizipative Standardisierung der Wohneinheiten
Für die individuellen Wohneinheiten werden partizipativ Standard-Grundrisse erarbeitet. Dies bedeutet, in gemeinsamer Planung 6 bis 8 Wohneinheiten, die für die Bedürfnisse der Gruppenmitglieder am besten geeignet sind, zu entwickeln. Aus einem Typenkatalog kann somit je nach Bedürfnis ein Standard-Grundriss ausgewählt werden.

Regelgeschoss
Quelle: einszueins architektur
Erdgeschoss
Quelle: einszueins architektur

LEISTBARKEIT

Partizipative Standardisierung der Wohneinheiten reduziert die Dauer und den Aufwand für die Einzelnen während der Planungsphase im Vergleich zu einer kompletten Individualisierung der partizipativen Planung.

leistbar - durch Miete und Selbstverwaltung statt Kauf
Die Kooperation mit dem gemeinnützigen Bauträger Neues Leben trägt zur Leistbarkeit bei. Unser Bauträger wird Eigentümer des Grundstücks und des Gebäudes und errichtet es in Abstimmung mit uns. Der Bauträger tritt als Bauherr gegenüber den Baufirmen auf und sichert die Finanzierung und die Umsetzung. Miete und Selbstverwaltung stellt für uns anstelle der Option eines Kaufs des Gebäudes eine Steigerung der Leistbarkeit dar. Durch den Bezug von Wohnbaufördermitteln werden die Wohnungen zusätzlich leistbar, da dies die Finanzierungskosten minimiert.

 

leistbar - durch das zur Verfügung stellen leistbarer Flächen für Initiativen und Experimente
Wir wollen günstig zu mietenden Raum für Initiativen und Experimente anbieten, unsere sogenannten Allmendeflächen. Das kann Raum für eine Halbtagsschneiderwerkstatt, ein Pop-Up Second-Hand Kleidergeschäft oder ein regelmäßiger Bücherflohmarkt sein - jede Idee, die Raum braucht und dafür nur ein bisschen Geld hat, ist willkommen. Die Vergabe der Räume wird von einem eigenen Kuratorenteam im Haus organisiert.

Die Wohnungskosten liegen innerhalb des Rahmens der Wohnbauförderung. Die voraussichtlichen Miet- und Eigenmittelkosten betragen laut Wettbewerbsstand:

Mietwohnungen (Standard, mit Kaufoption nach 10 Jahren):
ca. € 7/m² inkl. BK und Ust
Eigenmittelanteil: € 485/m²

zusätzlich wird es auch einige sogenannte "SMART"-Wohnungen geben (ohne Kaufoption):
€ 7,50/m² inkl. BK und Ust
Eigenmittelanteil: € 60/m²

Alle Wohnungen unterliegen den Richtlinien zur Erlangung einer geförderten Mietwohnung:

Hier gibts die ersten Antworten auf einige der bislang häufig gestellten Fragen:
FAQs OASE.inklusiv

INKLUSION

inklusiv - durch Einbinden von Flüchtlingsfamilien in die Baugruppe von Anfang an
Die OASE.inklusiv möchte vor allem offen für Neues sein und auf andere Menschen zugehen. Dazu ist geplant, Wohnraum für 10-15 Flüchtlingsfamilien zu schaffen, die bereits vom Verein „neunerhaus“ begleitet werden. Sie sollen von Beginn an Teil der Baugruppe werden.

inklusiv - durch das Einbinden aller Generationen
Wir streben eine gute Durchmischung der Altersstruktur an. Damit auch im Älterwerden niemand ausgeschlossen wird, wollen wir altersgerechte Wohnformen vorsehen. Daher werden etwa 10 betreubare Wohneinheiten eingeplant, die unter erhöhtem Standard komplett barrierefrei ausgestattet sind. Jeder soll im Wohnprojekt wohnen bleiben können. Unterstützung durch Betreuung liegt durch die Caritas auf der gegenüberliegenden Straßenseite buchstäblich nahe. In der ‘OASE 22’ werden aktuell bereits 10 Wohneinheiten mobil durch die Caritas betreut. Hier können zukünftig Synergien geschaffen werden. Darüber hinaus ist unser Gebäude komplett barrierefrei.

MITMACHEN

gemeinschaftlich - durch partizipative Planung von Beginn an
Die partizipative Planung umfasst Grundsatzentscheidungen, die in der Großgruppe getroffen werden und Architektur und Gemeinschaftsräume, die mit den jeweiligen Arbeitsgruppen abgestimmt werden. Ziel ist eine weitgehende Selbstbestimmung, die in der Planung beginnen und in der Nutzung des Hauses gelebt werden soll.

Zeitplan

  • Im Juni konnten wir einen Wettbewerb für Baugruppen erfolgreich für uns entscheiden.
  • Bis September werden nun die ersten konkreten Planungsschritte gesetzt
  • Ab Mitte Oktober werden wir uns mit allen bisherigen InteressentInnen für das Projekt in Kontakt setzen und die weiteren Schritte vorstellen
  • Der Bezug ist für 2020 geplant

Wir suchen Mitglieder!

Ziel ist ein Haus, in dem Nachbarschaft geschätzt und gelebt wird. Daher geht es bei dem Projekt um mehr als eine Anmeldung für eine Wohnung. Dazu bedarf es in der Planungsphase einer aktiven Teilnahme an Veranstaltungen wie Informationsabenden und Workshops und einer grundsätzlichen Bereitschaft und einem Interesse, sich nach dem Bezug auch aktiv im Haus zu engagieren.

Haben Sie Fragen zum Projekt? info@oase-inklusiv.at

Sie wollen mitmachen?

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, bitten wir Sie folgendes Formular auszufüllen. Wir werden Sie über die aktuellen Planungsschritte informieren und freuen uns auf ein Kennenlernen.

PROJEKTPARTNER

Ein wesentliches Qualitätskriterium unserer Baugruppe liegt in der professionellen Zusammenarbeit mit unserern Kooperationspartnern

 

einszueins architektur verfügt über umfangreiche Erfahrung bei der Planungsbeteiligung von Baugruppen durch bereits realisierte Projekte, wie zum Beispiel das Wohnprojekt Wien und den Seestern in Aspern, und durch laufende Projekte wie WILLDAwohnen oder Gleis 21. Die frühzeitige Einbindung der zukünftigen Bewohner*innen ist Grundlage für ganzheitliche Konzepte und nachhaltige, integrative Architektur. Beim Projekt OASE.inklusiv wird einszueins architektur die Gruppe durch alle Planungsphasen bis zur Fertigstellung begleiten und die Steuerung und Organisation der Planungsbeteiligung und Kooperation zwischen den Projektpartner*innen zu fördern.

 

wohnbund:consult agiert als interdisziplinäres Büro an der Schnittstelle zwischen Wohnbau und Stadtentwicklung und begleitet Prozesse von der Konzeptionierung bis über den Bezug hinaus. Beispielhafte Projekte sind das Wohnbauprojekt “so.vie.so” im Sonnwendviertel, in dem wohnbund:consult die Prozessgestaltung und Dokumentation, Aufbau einer Selbstorganisations- und Selbstverwaltungsstruktur (über Arbeitsgruppen, Kommunikationsmedien und Informationsmanagement) sowie Partizipation in der Nutzung der Gemeinschaftsflächen begleitet und koordiniert hat. Aktuell begleitet das Büro die Baugruppe “bikes & rails” am Helmut-Zilk-Park als selbstverwaltetes, gefördertes Wohnheim. Die Leistungen umfassen die Wettbewerbsbeteiligung und Projektentwicklung gemeinsam mit der Baugruppe und den Projektpartnern, sowie Prozessdesign und Prozessbegleitung in Moderation zahlreicher Workshops.

 

neunerhaus wurde 1999 gegründet und wird vom Fonds Soziales Wien und der Wiener Gebietskrankenkasse gefördert. Derzeit betreibt neunerhaus drei Wohnhäuser sowie Housing First für wohnungs- und obdachlose Menschen in Wien. In den Wohnhäusern sowie rund 80 Wohnungen werden 500 Menschen jährlich sozialarbeiterisch betreut. Im Projekt ‘neunerhaus Mobile Sozialarbeit’ betreut neunerhaus auch geflüchtete Menschen mit Asylberechtigung. Die Wohnungen werden von der gemeinnützigen GmbH und 100%igen Tochter von neunerhaus, der neuner Immo, akquiriert. Darüber hinaus werden in der neunerhaus Arztpraxis, der neunerhaus Zahnarztpraxis und mit den mobilen neunerhaus Ärzt*innen 3.500 wohnungs- und obdachlose Menschen jährlich medizinisch versorgt – Tendenz steigend.

 

Der Bauträger Neues Leben wurde 1950 gegründet und sieht seine Aufgabe darin, im Rahmen des sozialen Wohnbaus die Realisierung des "Rechts auf Wohnen" sicherzustellen. In den vergangenen Jahren wurden mit dem Wohnpark PaN am Nordbahnhof und Global Park auf den Mautner-Markhof-Gründen bereits interkulturelle Projekte umgesetzt. Aktuell arbeitet Neues Leben am Hauptbahnhof Wien (Bauplatz C20A) gemeinsam mit einer Baugruppe an der Umsetzung des Wohn- und Arbeitsprojektes „Grüner Markt“.